Künstliche Intelligenz verändert derzeit grundlegend, wie Unternehmen arbeiten. Gleichzeitig treten mit neuen gesetzlichen Vorgaben – wie dem europäischen AI Act – verbindliche Rahmenbedingungen für den Einsatz von KI-Systemen in Kraft. Damit wächst der Bedarf an Fachkräften, die technisches Verständnis mit rechtlichem Know-how verbinden können. Genau an dieser Schnittstelle ist das Forschungsprojekt RADIUS an der FH JOANNEUM angesiedelt. Im Projekt werden Anwendungen rund um generative KI und Large Language Models (LLMs) im Bereich Software Engineering und IT-Sicherheit entwickelt und gemeinsam mit Unternehmenspartnern in die Praxis überführt.

Forschung und Studium greifen ineinander

Ein interdisziplinäres Team des Instituts Software Design und Security – bestehend aus Helmut Lindner, Sabine Proßnegg sowie der Masterstudentin Natalia Trudova aus dem Studiengang “IT‑Recht und Management” – präsentierte erste Ergebnisse des Projekts beim Internationalen Rechtsinformatik Symposion (IRIS) von 18. bis 21. Februar 2026 in Salzburg.

Die IRIS zählt zu den etabliertesten europäischen Fachkonferenzen im Bereich Rechtsinformatik und bringt Expert:innen aus Recht, Informationstechnologie und Wirtschaft zusammen. Dass Studierende dort aktiv an der Präsentation aktueller Forschung beteiligt sind, verdeutlicht die enge Verzahnung von Studium, Forschung und internationalem Fachaustausch an der FH JOANNEUM.

AI Act: neue Anforderungen an Unternehmen

Im Beitrag „Praktische Implikationen des AI Act für Klein- und Mittelunternehmen in Österreich“ standen die konkreten Auswirkungen der europäischen KI‑Regulierung im Fokus. Unternehmen sind zukünftig unter anderem verpflichtet, eingesetzte KI‑Systeme zu klassifizieren, Risiken zu bewerten, Maßnahmen zu dokumentieren und Verantwortlichkeiten klar zu regeln.

Diese Entwicklungen verändern auch die Anforderungen an Fachkräfte. Neben technischem Know-how gewinnen Kenntnisse über rechtliche Rahmenbedingungen, Governance-Strukturen und Risikomanagement zunehmend an Bedeutung.

Von der Theorie zur Anwendung

Mag. Natalia Trudova veranschaulichte in ihrer Präsentation, wie Large Language Models rechtskonform in betriebliche Prozesse integriert werden können. Behandelt wurden unter anderem Aspekte der Transparenz und Nachvollziehbarkeit von KI‑Systemen, geeignete Methoden zur Risikobewertung sowie organisatorische und technische Maßnahmen für einen sicheren Einsatz. Zusätzlich wurde aufgezeigt, inwiefern der Einsatz zertifizierter Modelle zur Reduktion von Risiken beitragen kann.

Die präsentierten Ansätze basieren auf laufenden Projekten und zeigen, wie theoretische Konzepte in konkrete Anwendungen überführt werden. Die anschließende Diskussion mit Fachleuten aus dem DACH‑Raum thematisierte insbesondere die praktische Umsetzung des AI Act im Unternehmensalltag, die Rollenverteilung zwischen beteiligten Akteur:innen sowie den Umgang mit sensiblen Daten und Hochrisiko‑KI‑Systemen. Dabei wurde deutlich, dass erfolgreiche KI‑Projekte immer ein Zusammenspiel von Technologie, Recht und Organisation erfordern.

Kompetenzen für zukünftige Berufsfelder

Das Projekt RADIUS macht sichtbar, wie sich Anforderungen und Berufsbilder im IT‑Umfeld weiterentwickeln. Kenntnisse in künstlicher Intelligenz bilden eine wichtige Grundlage, müssen jedoch zunehmend durch Kompetenzen in Regulierung, Risikobewertung und verantwortungsvoller Technologiegestaltung ergänzt werden.

Studierende sind in diese Entwicklungen direkt eingebunden und arbeiten an Fragestellungen, die aus der Praxis von Unternehmen entstehen. Diese Verbindung eröffnet frühzeitig Einblicke in jene Tätigkeitsfelder, in denen interdisziplinäres Wissen rund um KI künftig eine zentrale Rolle spielt.


KI live erleben: AI Summit 2026

Beim AI Summit Styria in Kapfenberg im Oktober 2026 werden aktuelle Entwicklungen im Bereich künstliche Intelligenz aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet – von technischen Anwendungen bis hin zu rechtlichen Fragestellungen. Die Veranstaltung bringt Expert:innen aus Forschung und Praxis zusammen und zeigt, wie KI‑Lösungen konkret umgesetzt werden. Gleichzeitig wird deutlich, welche Kompetenzen in diesem Bereich künftig gefragt sind und welche Rolle interdisziplinäres Wissen dabei spielt.

Stefanie Wieser
Stefanie Wieser
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Infrastruktur


Die Infrastruktur bildet die Grundlage für produktives Arbeiten und die Umsetzung von Projekten. Gründerinnen und Gründer können Arbeitsbereiche sowie Seminar- und Meetingräume kostenlos nutzen – unabhängig von finanziellen Voraussetzungen.

Die Arbeitsbereiche sind flexibel ausgelegt: Plätze für konzentriertes Arbeiten ebenso wie Zonen für Teamarbeit. Stromanschlüsse, Internet und eine zweckmäßige Ausstattung sorgen für sofort einsatzbereite Arbeitsplätze – besonders hilfreich für jene ohne eigene Räumlichkeiten.

Seminar- und Meetingräume ergänzen das Angebot. Sie sind technisch ausgestattet und eignen sich für Besprechungen, Workshops oder Veranstaltungen. So können Ergebnisse professionell präsentiert und Partner angemessen empfangen werden.

Insgesamt reduziert die Infrastruktur Kosten und erleichtert die Umsetzung von Vorhaben. Der Fokus liegt auf nutzbaren Arbeitsumgebungen, die flexibel eingesetzt werden können.

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Beratungen


Das KAIT-Team der FH JOANNEUM unterstützt Studierende, Gründer:innen und Interessierte bei inhaltlichen, organisatorischen und technischen Fragen rund um die Planung und Umsetzung von Projekten.

Die Beratung umfasst die Strukturierung von Vorhaben, die Auswahl geeigneter Methoden und die Klärung technischer Themen wie Infrastruktur oder IT-Fragen. So wird ein breites Spektrum abgedeckt, das über reine Projektorganisation hinausgeht.

Ein zentraler Nutzen liegt darin, Entscheidungsprozesse zu erleichtern. Durch die externe Sicht werden Alternativen sichtbar, Schwierigkeiten früh erkannt und konkrete Lösungswege aufgezeigt.

Darüber hinaus schaffen die Beratungen Raum für Feedback und Reflexion – besonders in frühen Projektphasen. Das KAIT-Team agiert dabei als Partner, der praxisorientiert unterstützt und Wissen für zukünftige Vorhaben vermittelt.

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Finanzierung


Förder- und Finanzierungsfragen sind für viele Projekte entscheidend. KAIT unterstützt bei der Auswahl geeigneter Programme und Finanzierungswege – von regionalen und europäischen Förderstellen bis hin zu alternativen Quellen wie Investoren oder Crowdfunding.

Besonders wichtig ist die Begleitung bei der Antragstellung. Förderanträge erfordern klare Strukturen, Finanzpläne und überzeugende Ziele. Durch Beratung und Feedback steigt die Erfolgschance, während Aufwand und Unsicherheit reduziert werden.

Zudem vermittelt KAIT Wissen über Abläufe und Kriterien, das auch für künftige Anträge hilfreich ist. So entsteht Transparenz und eine solide Grundlage für erfolgreiche Projektfinanzierungen.

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Netzwerk


KAIT eröffnet den Zugang zu wertvollen Kontakten – von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bis hin zu Alumni und Institutionen. So entstehen Beziehungen, die für Projekte und Vorhaben entscheidend sein können.

Durch Workshops, Informationsveranstaltungen und themenspezifische Treffen bringt KAIT Gründer:innen, Studierende und Partner zusammen. Dabei entstehen Räume für Austausch, neue Kooperationen und gemeinsame Projekte.

Das Netzwerk ist breit aufgestellt: Studierende knüpfen berufliche Kontakte, Unternehmen finden Partner, und Initiativen erhalten Zugang zu relevanten Strukturen.

Ein Schwerpunkt liegt auf der langfristigen Pflege dieser Beziehungen. So entsteht ein nachhaltiger Mehrwert, der Kooperationen fördert und neue Lösungswege ermöglicht.

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